OCT-Best-Practice

3.1. Individualisierung von OCT Datenbanken

Bei Fragen zu diesem Thema nehmen Sie bitte direkt Kontakt zu gerd.tautenhahn@saxess-software.de auf.

Diese Anleitung ist für fortgeschrittene Anwender und Partnerfirmen geschrieben, welche OCT Datenbankobjekte ändern oder eigene hinzufügen wollen.

Anpassungen an der OCT-Datenbank

OCT verfügt über eine offene und gut dokumentierte Datenbankstruktur, die sich vergleichsweise einfach erschließen lässt. Die meisten Aktionen innerhalb von OCT werden durch Stored Procedures auf dem SQL Server ausgeführt. Dadurch können viele Anpassungen am Systemverhalten vorgenommen werden, ohne dass Änderungen am Quellcode der Applikation erforderlich sind.

Wenn Sie eigene Anpassungen an der Datenbank vornehmen möchten, sollten Sie sich insbesondere mit folgenden Themen vertraut machen:

  • Anpassungen so dokumentieren, dass sie in den Metadaten der Datenbank nachvollziehbar sind.

  • Anpassungen so umsetzen, dass sie auch nach einem Datenbankupdate weiterhin funktionieren bzw. mit geringem Aufwand erneut eingespielt werden können.

  • Anpassungen unter Berücksichtigung von Performance-Aspekten entwickeln.

Arbeitsregeln

Beachten Sie bei der Entwicklung eigener Datenbankanpassungen die folgenden Grundsätze:

  • Erstellen oder ändern Sie Datenbankobjekte niemals direkt im SQL Server Management Studio mittels CREATE oder ALTER.

  • Legen Sie stattdessen für jedes Datenbankobjekt ein eigenes Skript an, das jederzeit erneut ausgeführt werden kann.

  • Die Skripte aller von Saxess bereitgestellten Datenbankobjekte finden Sie dokumentiert im Developer-Ordner des jeweiligen Datenbankreleases.

Regeln für Metadaten

  • Alle eigenen und geänderten Datenbankobjekte sollten Metadaten erhalten.

Regeln für Updates

Bei Datenbankupdates gelten folgende Grundsätze:

  • Von Ihnen neu erstellte Datenbankobjekte bleiben bei einem Update erhalten.

  • Von Ihnen geänderte Standardobjekte von OCT werden dagegen auf den aktuellen OCT-Standard zurückgesetzt.

Aus diesem Grund sollten Sie stets gemäß den oben genannten Arbeitsregeln vorgehen und alle Anpassungen in Skriptform vorhalten. Nach einem Update müssen Sie:

  1. Ihre angepassten Objekte auf Kompatibilität mit dem neuen OCT-Standard prüfen.

  2. Gegebenenfalls notwendige Anpassungen vornehmen.

  3. Ihre angepassten Objekte erneut einspielen.

Auf diese Weise bleiben individuelle Erweiterungen auch über Versionswechsel hinweg kontrollierbar und wartbar.