AddOn für Bilanzierung - dieses AddOn behandelt Eröffnungsbilanzwerte auf Bilanzkonten, deren Eröffnungswerte vom letzten Schlussbilanzwert abweichen.
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Eigenschaft |
Wert |
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Name in OCTBox: |
REWE-ADDON-EBKORREKTUR |
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Mindestversion OCT: |
2026.02 |
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Mindestversion Fachmodell REWE: |
2026.03 |
Problematik
Jedes Sachkonto der Finanzbuchführung wird irgendwann eröffnet und dann laufend bebucht.
Es gibt zwei Methoden für diese Eröffnung und Bebuchung
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A: Dauerkonto => Das Konto wird einmal eröffnet und dann über viele Jahre hinweg kontinuierlich bebucht (SAP, DIAMANT, viele andere).
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B: Jahreskonto => Das Konto wird in jedem Geschäftsjahr neu eröffnet, weil das Buchhaltungssystem jedes Geschäftsjahr als eigenen Datenbestand behandelt (z.B. DATEV, wenige andere).
Das unproblematische Dauerkonto
Das Dauerkonto kann man sich vorstellen wie das eigene Bankkonto - alle Bewegungen und der Kontostand lassen sich leicht zwischen allen Perioden nachvollziehen. Der Endsaldo ist immer die Summe aller Bewegungen bis zu diesem Zeitpunkt.
Bei einem Dauerkonto gelten immer folgende Regeln:
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Endbestand Periode 1 = Anfangsbestand Periode 2
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Endbestand Periode 1 + Bewegungen Periode 2 = Endbestand Periode 2
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Eine Buchung in einer beliebigen Periode wird die Endbestände aller folgenden Perioden verändern.
Das Dauerkonto ist völlig unproblematisch beim Import in alle Folgesysteme. Dabei bestehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
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Es kann ein beliebiger Anfangsbestand importiert und anschließend sämtliche Bewegungen übernommen werden.
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Alternativ können alle Endbestände importiert und die Bewegungen durch Rückrechnung der Differenzen (Dekumulation) ermittelt werden.
Die Werte werden immer vollständig und korrekt sein - man muss aber ggf. sehr viele Periodenbewegungen kumulieren, um zum aktuellen Saldo zu kommen.
Das problematische Jahreskonto
Das Jahreskonto wird jedes Jahr neu eröffnet - dadurch kann man gut Jahresscheiben bilden und braucht nicht die gesamte Historie aufzubewahren. Insbesondere im Bereich der Systeme für Steuerberater ist diese Methode beliebt, da hier häufig der Steuerberater wechselt.
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Berater A kann den Jahresabschluss von Jahr 1 bearbeiten
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Berater B kann das Jahr 2 buchen
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Erst wenn Berater A den Abschluss fertig hat, übernimmt Berater B die Saldovorträge in Jahr 2
Beim Übergang zwischen den Geschäftsjahren gibt es also eine “Übernahme der Saldovorträge” und dabei gibt es besondere Situationen. Diese rühren daher, das die Saldovorträge nicht 1:1 auf den gleichen Konten vorgetragen werden, sondern es gibt Ausnahmen wie:
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Konten werden zwischen den Jahren saldiert und mit null neu eröffnet - die Konten für Vorsteuer / Umsatzsteuer werden am Jahresende saldiert, der Saldo auf Konto “Verbindlichkeiten Umsatzsteuer Vorjahr” gebucht und die einzelnen Umsatzsteuerkonten wieder mit null eröffnet.
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Das Konto wird zwischen den Jahren aufgeteilt - im Jahr 1 gibt es ein Konto “PKWs”, im Jahr 2 wird jedes Auto einzeln als Konto geführt.
Es gibt also so etwas wie eine Periode 0, in dieser erfolgen nicht als Buchung sichtbare Umgliederungen zwischen Endbestand und neuem Anfangsbestand.
Der Endsaldo des Kontos ist richtig, aber die Bewegungen sind unvollständig, falls man diese vom letzten Schlussbilanzwert aus aufsummiert.
Funktionsweise des AddON
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Das AddOn ermittelt die Buchungen der Periode 0 und schreibt diese in das Buchungsjournal als Periode 0 um ersten Geschäftsjahresmonats (result.tREWE_fBuchungsjournal)
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alle weiteren Prozesse unterscheiden dann und zeigen
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Eröffnungsbilanzwert (original gemäß Buchhaltung)
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Soll_Monat (Monatsbewegung, original gemäß Buchhaltung)
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Haben_Monat (Monatsbewegung, original gemäß Buchhaltung)
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Soll_Monat_SB (Monatsbewegung, original plus Periode 0)
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Haben_Monat_SB (Monatsbewegung, original plus Periode 0)
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Soll_Kumuliert (Kumuliert, original gemäß Buchhaltung)
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Haben_Kumuliert (Kumuliert, original gemäß Buchhaltung)
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Soll_Kumuliert_SB (Kumuliert, original gemäß Buchhaltung)
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Haben_Kumuliert_SB (Kumuliert, original gemäß Buchhaltung)
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Saldo (Endsaldo, original gemäß Buchhaltung)
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ein vollständiger Bewegungssatz ergibt sich so aus
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Eröffnungsbilanzwert + Soll_Kumuliert + Haben_Kumuliert = Saldo
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Endsaldo (Vorjahr) + Soll_Kumuliert_SB - Haben_Kumuliert_SB = Saldo
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Der Endsaldo eines Kontos bleibt somit in jeder Periode gleich, er kann jedoch auf zwei unterschiedliche Arten ermittelt werden:
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über den Eröffnungsbilanzwert und die Bewegungswerte
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über den Schlussbilanzwert und die *SB Bewegungswerte
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Installation
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das AddOn “REWE-ADDON-EBKORREKTUR” über die OCT Box Modulverwaltung einspielen
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Die Standardprozedur agent.spREWE_Faktenaufbau führt die Prozedur bei Existenz automatisch über den Standardeinsprungspunkt aus.
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Die Installation erzeugt in der Datenbank
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eine Kalkulationsprozedur
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einen View zum Werteabgleich
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einen Tab in der Produktline Bilanzierung des REWE Models
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Anwendung
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Machen Sie sich mit dem Problem über den Validierungs-Tab vertraut.
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Führten Sie einen Ladeprozess für die result Ebene des REWE Modells aus.
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Betrachten Sie die erfolgten Umbuchungen im Validierungs-Tab.
Expertenwissen
Insbesondere zur Abgrenzung ist Folgendes zu bedenken:
Fehlende Eröffnungsbilanzwerte
Alles oben gesagte gilt für Umgliederungen im Rahmen der Buchung der Eröffnungsbilanzwerte, es gibt aber noch das eng verwandte Problem der fehlenden oder unvollständigen Saldovorträge.
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Die Buchhaltung wurde begonnen, ohne die Salden aus dem Vorjahr zu übernehmen.
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Wenn nach Jahren die Betriebsprüfung kommt, werden in alten Jahren Werte gebucht, diese Änderungen aber nicht auf die anderen Jahre vorgetragen.
In diese Fällen weichen die Eröffnungsbilanzwerte auch von den Vorjahreswerten ab, aber das Problem ist primär ein ganz anderes.
Der Endsaldo des Kontos ist falsch, da die Eröffnungswerte überhaupt nicht oder unvollständig eingebucht wurden.
Dieses Problem lässt sich nicht mit Umgliederungsbuchungen lösen.
Nachbuchungen
Noch ein Problem aus der Familie der Bewegungen erwähnen wir hier:
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Bewegungswert Januar + Bewegungswert Februar + Bewegungswert März entspricht nicht dem Bewegungswert März kumuliert ?
Das ist das Problem der Nachbuchungen in (angeblich) abgeschlossenen Perioden. Es tritt auf, falls nicht laufend die gesamte Historie importiert wird, sondern nur der letzte Monat.
Auch dieses muss anders gelöst werden, z.B. durch die Ermittlung der Bewegungswerte per Dekumulation.