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Umgang mit Strukturbrüchen

Was sind Strukturbrüche

Jedes Unternehmen durchlebt eine Entwicklung, welche ihre Strukturen immer wieder neu ordnet.

Unternehmen:

  • spalten sich auf oder fusionieren

  • wechseln den Kontenrahmen

  • wechseln von verschobenen Geschäftsjahren zu kalendergleichen Geschäftsjahren

  • ordnen Konten, Kostenstellen, Kostenträgerstrukturen neu

Trotz dieser Strukturbrüche der Vergangenheit braucht jede Firma einen klaren Blick auf die Vergangenheit um ihre Gegenwart zu verstehen und die Zukunft zu planen.

  • wie hat sich unser Umsatz entwickelt

  • wie hat sich unser Umsatz pro Kopf entwickelt

  • wie hat sich unsere Rentabilität entwickelt

  • warum gab es Krisen

Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit. Georg Orwell, 1984

Umgang mit Stukturbrüchen im REWE Modell

Das REWE Modell ist ein managementorientiertes Modell. Es soll klare und leicht zu versehende Auswertung der Vergangenheit bieten, um gute Entscheidungen für die Zukunft zu ermöglichen. Der Engpaß ist hierbei immer der Kopf der Entscheider. Entscheider brauchen klare und kompakte Informationen.

Im REWE Modell werden daher standardmäßig die historischen Zahlen in der result Schicht in die aktuelle Perspektive übergeleitet, z.B

  • hatte das Unternehmen früher verschobene Geschäftsjahre und heute Geschäftsjahre = Kalenderjahr, werden auch die historischen Zahlen in de Geschäftsjahr = Kalenderjahr Perspektive übergeleitet

  • wurde früher ein anderer Kontenrahmen genutzt, werden die historische Konten auf die aktuellen Konten gemappt und die Zahlen so nach akutellem Kontenrahmen gezeigt

In der integration Schicht bleiben die Daten in der originale Perspektive vorhanden, um die Überleitung jederzeit transparent darstellen zu können. Wir unterschieden daher die technischen Mandanten in der integration Schicht und die Mandanten der result Schicht.

Wechsel des Buchhaltungssystems

  • Grundstrategie: der alte Mandant wird auf den neuen gemappt

  • Beim Wechsel ändert sich die Datenquelle, in der Regel auch Mandantennummer, Kontenrahmen und Kostenstellenplan

  • die alte Mandantennummer auf die neue gemappt, Kontenrahmen wie im nächsten Punkt beschrieben

Wechsel des Kontenrahmens

  • Grundstrategie: es erfolgt immer eine Überleitung der historischen Kontenrahmens auf den aktuellen Kontenrahmen

  • in der integration Schicht werden technisch getrennte Mandanten geführt, jeder mit seinem Kontenrahmen

  • in einem Product für das Kontenmapping werden den historischen Kontonummern die neuen Kontonummern hinterlegt, der neue Kontenrahmen muss dafür somit bereits vollständig definiert sein (und schrittweise angelegt werden)

  • im result Prozess werden die technischen Mandanten fusioniert und die Kontennummern im Buchungsjournal ersetzt, die historischen MandantenIDs / KontenIDs werden in den CustomValuesJSON gesichert

Wechsel der Kontonummernlänge

  • Grundstrategie: es erfolgt immer eine Überleitung der historischen Kontonummernlänge auf die aktuelle Kontonummernlänge

  • der Ablauf ist identisch zu Wechsel des Kontenrahmens, da der Kontorahmen mit längeren Nummer wie ein neue Kontenrahmen wirkt

  • auch das Verlängern per Faustformel (immer ein Null anhängen) erfolgt immer über eine Mappingtabelle - nicht über eine SQL Anpassung. Früher oder später taucht meist doch eine Ausnahmen auf

Wechsel des Geschäftsjahres

  • Grundstrategie: es erfolgt immer eine Überleitung der historischen Geschäftsjahre auf die aktuelle Geschäftsjahresdarstellung

  • die Überleitung der Bilanz ist unproblematisch, da diese sich auf Stichtage bezieht (nur Gewinnverwendungen etc. sind dann in unüblichen Perioden)

  • die GuV ändert sich pro Periode nicht, nur die Kumulationsgrenzen verändern sich

Wechsel des Kostenstellenplan

  • Grundstrategie: Mapping mit Zusatzelementen

  • Kostenstellen welche einen logischen Nachfolger haben werden gemappt

  • Kostenstellen ohne logischen Nachfolger werden als Zusatzelement angelegt und auf dieses (sich selbst) gemappt

Fusion von Mandanten

  • der historische Mandant wird in den aktuellen Mandanten übergeleitet

  • alternativ bleibt der historische Mandant unverändert und endet einfach

Splitt von Mandanten

  • Zumeist verbleibt beim Splitt der alte Mandant als einer der Mandanten

  • der neue Mandant wird als separater Mandant geführt

Leistungsgrenzen

  • Geschäftsjahre müssen am 01. eines Monats beginnen (somit z.B. nicht am 11.11. wie beim früheren landwirtschaftlichen Geschäftsjahr, oder insolvenzbedingtem Geschäftsjahreswechsel)